Planka - einfach nur Kanban

Ich war lange auf der Suche nach einer ToDo-Lösung für mich.

Ein bisschen Historie

Ganz früher habe ich Wunderlist verwendet (heute Microsoft Todo), das hat aber nicht sonderlich lange funktioniert. Dann hatte ich über mehrere Jahre einen eigenen Jira-Server - das lief soweit gut, war aber für den normalen Alltag so viel Overkill wie nur geht. Klar, die Integration mit Confluence und auch die mobilen Apps dazu waren gut, trotzdem ist Jira eher für größeres Projektmanagement als für die eigene ToDo gebaut. Und die Server-Lizenzen für wenige Dollar gibts auch schon lange nicht mehr, Atlassian stellt die selbst hostbaren Produkte ja nach und nach komplett ein. Also zurück zu Microsoft Todo. Das war aber irgendwie immernoch nicht das Wahre. Auf der Suche nach einer weiteren neuen Lösung habe ich mir dann einige Softwareprodukte angesehen. Und gelandet bin ich am Ende bei Planka.

Was kann Planka?

Ganz ehrlich? Nicht viel. Planka kann Kanban-Boards, genau dafür ist es entwickelt worden. Und abseits davon gibts auch nicht viel zu sehen. Aber die Boards sind übersichtlich, Planka braucht eher wenig Ressourcen, lässt sich mit SSO gut integrieren, hat fürs Handy zumindest die Möglichkeit für eine PWA und just works.

Im Vergleich zu anderen Kanban-Lösungen ist Planka minimalistisch gehalten und konzentriert sich auf den Kerngedanken. Gefällt mir gut.

Wie nutze ich Planka?

Ich habe ein großes Board, mit Spalten für Irgendwann, Zeitnahe, Morgen, Heute, In Arbeit, Blocked und Fertig. Das ist also angelehnt an klassisches Kanban, aber mehr auf die Nutzung als persönliche ToDo getrimmt. Das ganze ist mit einer eigenen Software (Plankaprinter) auch halbwegs automatisiert und bindet z.B. meinen Kalender an (und druckt ToDos für heute automatisch auf einem Kassenbondrucker aus). Dadurch kann ich auch sagen, dass sich die API gut nutzen lässt.

Ich habe Planka als Web-App auf allen Rechnern “installiert”, auf dem Handy genauso. Die mobile Nutzung ist nicht perfekt, aber brauchbar.

Das ganze funktioniert so gut, dass meine Freundin jetzt ebenfalls von Microsoft Todo zu Planka gewechselt hat und Planka einer der zentralen Dienste neben Nextcloud und HomeAssistant geworden ist.

Was fehlt mir?

Zugegeben, das neue Planka v2 habe ich mir noch nicht großartig angeschaut. Daher bezieht sich alles auf v1.

Die mobile Nutzung ist nicht optimal. Vor allem die Meldung, dass die Serververbindung unterbrochen wurde, nachdem man die “App” eine Weile nicht benutzt hat, nervt. Verschieben von Karten funktioniert, teilweise scrollt der Ausschnitt aber zu weit zur Seite und man trifft nicht die korrekte Spalte.

Auch das, was bei Jira die Epics sind, fehlt mir ein wenig. Also größere Aufgaben, zu der dann mehrere Karten gehören. Aber das ist eben nicht das Ziel von Planka, es ist kein volles Projektmanagement-Tool.

Ansonsten wüsste ich aber nicht viel. Eigentlich funktioniert Planka wirklich solide.

Fazit

Planka hat sich jetzt über mehrere Monate hinweg als hilfreich für die eigene Organisation erwiesen. Es kann genug (aber auch nicht zu viel), um als Kanban-Lösung für den Zweck ziemlich gut zu passen. Was will man mehr?