Heute gibts mal was anderes.
Intro
Ich achte zunehmend darauf, meinen Arbeitsplatz möglichst ergonomisch zu gestalten. Ich verbringe hier abseits vom HomeOffice auch privat sehr viel Zeit, mein Schreibtisch bzw. generell das Arbeitszimmer zuhause ist nach dem Bett wahrscheinlich der Platz, wo ich mit Abstand am meisten Zeit verbringe. Der Schreibtisch ist jetzt auch nur ein Teil von mehreren Dingen, die ich für die Ergonomie tue.
Meine Wahl
Ich habe seit Jahren einen ganz einfachen Schreibtisch. Tischplatte, zwei Seitenplatten, eine Querstrebe, fertig. Ich arbeite allerdings seit mehreren Jahren bei einem IT-Dienstleister, der HomeOffice (ja, ich weiß, heißt eigentlich Mobiles Arbeiten) befürwortet. Einen neuen Schreibtisch hatte ich schon länger vorgesehen, vor allem weil bei der Arbeit alle Schreibtische höhenverstellbar sind und mir das sehr gut gefällt. Gestell und Platte wollte ich dabei getrennt halten, um die Kosten möglichst weit zu senken.
Gestell
Beim Gestell habe ich während der Black Week auf passende Angebote gewartet (eins, wo mir der Hersteller halbwegs bekannt ist) und bin dann bei FlexiSpot fündig geworden. Es ist das E5 Lite in Weiß geworden, ein eher einfaches, höhenverstellbares Gestell mit zwei Motoren, genügend Power und ohne viel Schnickschnack. Die Lieferung erfolgte dann Anfang Dezember, das war aber auch auf der Website von FlexiSpot so angekündigt.
Fehlte also noch eine passende Platte.
Tischplatte
Die Platten von FlexiSpot selbst waren mir zu teuer. Und weil meine Freundin und ich eh zu IKEA wollten, habe ich mich dort umgesehen. Ich hatte zwei verschiedene Modelle im Auge, geworden ist es am Ende dann die SKÅLSTA Esstischplatte in 140x80 cm. Ja, richtig gelesen. Aber welchen Unterschied macht es am Ende, wofür eine Tischplatte gedacht ist? Ich muss dazu auch klar sagen, dass die Platte von IKEA natürlich nicht für das Gestell vorgesehen ist, das ist mehr oder weniger “Off-Label-Use”. Bei IKEA (und auch anderen Möbelherstellern) muss man allerdings aufpassen, wie das Innere der Platte aussieht. Dieses konkrete Modell hat innen nur eine Wabenstruktur, die wohl mit einzelnen Holzleisten verstärkt ist, laut Reddit lässt sich SKÅLSTA allerdings trotzdem mit einem anderen Gestell sinnvoll nutzen und bleibt dabei stabil und fest.
Die große Tischplatte in einem Twingo unterzubringen war zwar etwas lustig, wir hatten aber vorher nachgemessen und sichergestellt, dass das alles passt.

Zusammenbau
Nun lagen also zwei große bzw. schwere Kartons im Wohnzimmer. Fehlte nur noch Zeit zum Zusammenbau.
Zwischen den Jahren hat man ja so viel Zeit (ha ha), um sich auch um sowas zu kümmern.

Für den Zusammenbau ist die Anleitung tatsächlich brauchbar, das hatte ich bei Non-IKEA-Dingen auch schon anders.


Das Werkzeug, was FlexiSpot mitliefert, ist von geringer Qualität. Der Schraubenschlüssel bzw. Schraubendreher ist während des Aufbaus kaputt gegangen. Wie üblich sind das aber alles Standardschrauben, von daher nicht so wild.
Aufbau im Arbeitszimmer
Nach der Montage vom Schreibtisch fehlte natürlich noch der Aufbau im Arbeitszimmer. Da mein Arbeitsplatz unter einer Dachschräge ist, musste ich hier etwas kreativ werden und einiges umstellen. Die Monitore sind auf dem Schreibtisch weiter nach links gewandert, das Kallax-Regal neben dem Schreibtisch musste weichen. Das Regal, wo das Homelab drin ist, ist jetzt seitlich an der Wand. Der alte Schreibtisch war 20cm breiter und durch das Verschieben der Möbel ist trotzdem noch genügend Platz vorhanden, um an alles heranzukommen. Für die Kabel habe ich eine zweite Kabelaufhängung bei IKEA gekauft, eine hatte ich schon am bisherigen Schreibtisch. Auch Kabelschläuche sind neu, das muss ja durch die Höhenverstellbarkeit alles etwas flexibler sein jetzt. Kabel musste ich dadurch natürlich auch noch einige nachkaufen, das war am Ende aber eher überschaubar.
Alle Geräte neu zu verkabeln bzw. generell den Schreibtisch zu tauschen hat um die 4 Stunden gedauert. Man unterschätzt schnell, wie viele Kabel man eigentlich so verbaut hat.

Was mir aufgefallen ist bzw. was mir fehlt
Bisher eigentlich nichts. Der Schreibtisch ist natürlich minimal wackeliger als der vorherige, das kenne ich aber von der Arbeit nicht anders. Bei der Platte merkt man, dass die recht hohl ist, trotzdem ist die mehr als stabil genug. Die Geschwindigkeit, in der der Schreibtisch sich bewegt, könnte auch etwas höher sein. Nett wäre auch ein USB-Port am Bedienpanel, um bspw. ein Handy damit zu laden. Das Feature gibt es bei höherpreisigen Gestellen auch. Und ich habe vor, ein USB-C-Ladegerät (was auch für Laptops geeignet ist) fix am Schreibtisch zu montieren, um sowohl Laptops als auch Handys und andere Geräte laden zu können.
Fazit
Ich bin mit dem neuen Setup ziemlich glücklich. Arbeiten im Stehen ist eine sinnvolle Abwechslung und gut für die Gesundheit. Mit den Dachschrägen war das hier alles nicht so ganz einfach, machbar war es aber dennoch. Ich habe hier auch Platz für Änderungen/Erweiterungen des Homelabs gewonnen, dazu folgt dann irgendwann auch noch ein Post.
Ich frage mich hauptsächlich, warum ich das jetzt erst gemacht habe.