Mein ThinkCentre M715q hatte bisher 12 GB RAM, bestehend aus 4 GB + 8 GB – also ohne Dual-Channel und insgesamt recht wenig Speicher. Daher habe ich mir neuen RAM zugelegt: ein 32 GB-Kit von Timetec (2×16 GB, 2666 MHz, CL19). Die Wahl fiel auf 2666 MHz, da dies das Maximum ist, das der Mini-PC unterstützt.

Neben dem RAM wurde auch die 1 TB-HDD durch eine 500 GB SATA-SSD (Crucial MX500, die zuvor in einem anderen Gerät verbaut war) ersetzt. Dadurch erhalte ich auch dort bessere Performance, den zusätzlichen Speicherplatz benötige ich nicht

Benchmarks

Ich war davon ausgegangen, dass ich durch den Umstieg auf Dual-Channel Performance gewinne, der Unterschied ist jedoch deutlicher als gedacht.

VorherNachher
Geekbench 5 (Single-Core)890946 (+6%)
Geekbench 5 (Multi-Core)23803075 (+29%)
Geekbench 6 (Single-Core)10001074 (+7%)
Geekbench 6 (Multi-Core)24943066 (+23%)

Die Single-Core-Werte sind etwa wie erwartet, ich hatte mit ~5-10% generellen Performanceverbesserungen gerechnet. Die Multi-Core-Werte mit +29% bzw. +23% wiederum haben mich erstaunt. Ich habe spaßeshalber noch einen Durchlauf mit dem Kernelparameter mitigations=off gemacht (deaktiviert Mitigations für Dinge wie Spectre oder Meltdown), das hat allerdings keinen nennenswerten Unterschied gemacht. Was auch daran liegt, dass es eine AMD-CPU und keine Intel-CPU ist.

Hinweis: Bei den Benchmarks wurde jeweils nur ein einzelner Durchlauf durchgeführt, es wurde also nicht über mehrere Messungen gemittelt.

Was ich mit den Ressourcen mache

Vor allem kann ich dank des zusätzlichen RAMs jetzt Ollama mit Modellen bis ca 15 Milliarden Parametern ausführen, wenn auch langsam. Modelle mit 7 Milliarden Parametern sind tatsächlich halbwegs nutzbar, allerdings weiterhin nicht sonderlich schnell.

Natürlich passen so auch allgemein mehr VMs und Container auf den Mini-PC, ich habe beispielsweise jetzt eine Windows-VM, die ich über HomeAssistant starten und stoppen kann. Das ermöglicht mir in Verbindung mit Guacamole (webbasierter RDP-Client) Zugang zu einer (bzw. meiner) Windows-VM von jedem beliebigen Computer mit Internet und einem Webbrowser, was sich als durchaus praktisch erweisen könnte.