Ich habe kürzlich meine Werkzeugsammlung um eine iodd Mini SSD ergänzt. Da es zu diesem ziemlich einzigartigen Gerät im Internet bislang wenige Reviews/Tests gibt, möchte ich hier einmal meine Erfahrungen mitteilen.

Was macht diese SSD so besonders?

140€ (aktueller Preis bei Amazon) für eine 240GB USB-SSD klingen erst einmal teuer, vor allem wenn andere, hochwertige USB-SSDs wie diese von SanDisk nur etwa die Hälfte kosten. Das, was diese SSD besonders macht, sind einige Features der Firmware, dazu gehört das Bereitstellen von ISOs als virtuelles DVD-Laufwerk oder die Bereitstellung von VHDs als virtuelle Festplatten. Und das ohne jegliche Software auf dem Host-Computer.

Und wofür das ganze?

Einer der nützlichsten Einsatzzwecke ist das Booten von Rechnern mit den ISOs vom iodd. Einfach die ISO am Gerät auswählen und den Rechner booten lassen. Das ist erheblich bequemer, als ständig neue Boot-Stickts zu erstellen, um Rchner davon booten zu lassen.

Ich selbst nutze es z.B. zum Debuggen von Problemen mit Computern. Ich habe eine Handvoll ISOs (wie z.B. Memtest), mit denen ich den Rechner starten kann und kann darüber dann nach und nach die Hardware checken. Oder auch fehlerhafte Windows-Dateien mit dem Windows-Installer beheben, Daten mit Linux retten, Festplatten mit Gparted neu partitionieren oder mit DBAN gleich alles löschen.

Die SSD bewegt sich in einer Nische, das sollte klar sein. Die geringe Auflage erklärt dann auch den vergleichsweise hohen Preis von 140€. Es gibt vom selben Hersteller auch noch zwei Gehäuse für eigene 2,5-Zoll-Laufwerke, die dann entsprechend günstiger sind. Damit kann man für 63€ eine sehr einfache Variante oder für 85€ eine modernere und bessere Variante bekommen – zu dem Preis kommt natürlich noch eine eigene SSD oder Festplatte zum Einbau dazu.

Fazit

Mich überzeugt insbesondere das Feature des virtuellen CD-Laufwerks. Das ist schließlich auch das große Alleinstellungsmerkmal dieser USB-SSD. Die Bedienung geht recht gut von der Hand, größere Probleme sind mir nicht aufgefallen. Nur manchmal hat das Auswählen einer ISO und Speichern für den nächsten Neustart nicht ganz geklappt, das ist aber tatsächlich halb so wild und kann auch schlicht ein Bedienungsfehler meinerseits sein.

Mir ist allerdings der Preis eigentlich zu hoch. Immerhin bekommt man für das selbe Geld fast 30 normale USB-Sticks und kann damit auch auf diese Weise eine große Sammlung an Boot-Medien unterwegs verfügbar haben. Auch stört mich der USB-Anschluss. Vor allem bei einem Gerät, was viel an- und abgesteckt wird, ist Micro-USB nicht sonderlich gut geeignet, vor allem da USB-C für andere USB-SSDs schon seit langem etabliert ist. Es ist daher vermutlich ratsam, den Micro-USB-Stecker im Gerät zu lassen – aber damit passt es natürlich nicht mehr in die mitgelieferten Hüllen.

Den Kompromiss mit einem Gehäuse dieses Herstellers und z.B. einer alten SSD oder HDD, die man noch herumliegen hat sehr interessant – damit kann man die Kosten auch sicherlich um 20-40% im Vergleich zu einem IODD Mini senken.

Video

Auch, wenn meine Kameraqualität zu Wünschen übrig lässt, habe ich ein kleines Video zu diesem Gerät gemacht:

…noch nicht fertig, ups


SecretMineDE

Ich betreibe diesen TS3 und auch andere Server. Musik macht Spaß!

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